2007/06/28

Las Hamacas / Die Hängematten


Ja am Abend hängen wir gerne mal ein wenig rum - ich weiss böse Wortspiele!

Und sonst? GLORIA A TI SEÑOR! War eben in der Messe und ich glaub fast die haben mich vom katholischen Glauben nun völlig befreit. Naja in einigen meiner Ecken ist sicher mehr als ich glaube, aber huh! Ich kam ir vor wie in einer Sekte - macht dies macht jenes und bloss nicht das! und mit welcher selbstgewissheit der Pastor geprdigt hat, nix von kritischen Hinterfragen von irgendwas. Na wenn mans genau nimmt ist es bei uns anders? Aber halt nicht so extrem, halt doch freier und dann doch auch zum Denken anregend. Aber vielleicht hab ich adas auch alles falsch verstanden! Manchmal muss ich zugeben verstehe ich zum Beispiel sie wollen Batterien kaufen gehen und ich wunder mich schon denn warum baucht man zum Abendessen Batterien, na und dann war es aber Eis was fehlte...

2007/06/27

Las Sabanas und der Cafê

Nun heute gibts einen Gruss aus dem Kaffeeland, diese Kalebasse war riesig (so etwa eine Umarmung) und der Kaffee noch warm vom rösten! Ja und ich hab angefangen Kaffee zu konsumieren, geht hier wohl nicht anders;-)

Sonst, hab heute Samen aus der Samenbank gesäat(in Petrischalen), war an sich echt schön - nur was mir die ganze Zeit die Laune ein wenig versorben hat war das Bewusstsein, dass diese Samen z.T. schon 20Jahre alt sind und wohl kaum mehr keimen werden, v.a. unter mehr oder weniger guten Bedingungen nicht... Na und diese Samen sind eigtl gedacht immer mal weider gesäat und aufgerfrischt zu werden macht aber keiner. Sagen es fehlt das Geld und ich frag mich Geld wofür? Es gibt Leute die kommen zur Arbeit um Zeitung zu lesen und Fläche zum säaen auch- nun vielleicht nicht die beste aber immerhin...
naja vielleicht sollte man mehr geniessen was toll ist: heut morgen war ich z.B. schwimmen - ganz alleine im Freibad unter Palmen!
Nun denn alles Gute!

2007/06/26

Flor de Caña - Das Nationalgetränk


Nun mal ein Foto, auch aus Las Sabanas aber en la noche...
den Rum haben wir übrigens von den Professoren gesponsert bekommen - ja das Verhältnis Professor und Student ist ein völlig anderes! Die Studenten sagten mir hay un dicho: quando la gato salió las rattones bailan encima de la mesa / es gibt ein Sprichwort: geht die KAtze aus dem Haus tanzen die Mäuse auf dem Tisch. Dann fügten sie hinzu dass diese Professoren eine Mischung zwischen Ratten und Mäusen seien... (letztes mal war ein Peruaner mit deutscher Abstammung als Katze dabei)

Fragen


Hallo!
Gerade bin ich ein wenig erschrocken über die Langsamkeit mit der hier alles passiert. Oder vielleicht bin ich einfach nicht geduldig genug. Aber gut, jeden Tag passiert etwas aber nie das was man geplant hat! Und für eine deutsche mehr oder weniger planende Seele ist diese Spontanität manchmal glaub ich einfach ein wenig überfordernd;-)
Na ich lern mir selber Arbeit zu suchen und lese viel was mich interessiert.
Na und letztens war ich hier dann zum ersten Mal im Labor und was treffe ich da? Das gute alte Deutschland (ich weis nicht ob man es auf dem Bild erkennen kann)
Na aber hey wie gesagt die Leute hier sind ein Traum der hilfsbereitschaft und ich denke fast ihre Menschenkenntnis ist besser als unsere. Manchmal komm ich mir geradezu durchleuchtet vor!
Und sonst, hat jemand ne Antwort darauf warum hier Armut und bei uns nicht? Liegt es wirklich so extrem in der Mentalität und warum ist diese so verschieden? Ich weiss das sind jetzt grosse Fragen, und ich erklär mich wenig, aber falls jemand Lust hat sich mitzuteilen fänd ich das prima.
Dann die Wissenschaft, ich dachte immer schon, bei uns ist sie wie im Dunkeln fischen, aber hierist es im Dunkeln fischen mit Ohrstöpseln... was meinst?

2007/06/18

Unsere Küche

Um einen anderen Einblick zu erhalten: das ist unsere Küche. Nuria und Laia kann man zwar nicht besonders gut erkennen, aber immerhin....

Perezoso - Faultier

In Matagalpa, auf einer Exkursion mit den Studenten zur einer Modelfarm hab ich ein Faultier gesehen. Sehr genial, hatte ich mir eigtl für Ecuador vorgenommen gehabt aber nicht gefunden...

Nicaragua, das Land der unbegrenzten Armut undHilfsbereitschaft.

Nun ihr Lieben soweit weg, bin jetzt fast ein Monat weg und gerade passt es ein wenig drüber nachzudenken was ich schon gesehen hab, was ich gelernt hab und was ich noch sehen und lernen will. Sorry übrigens dass ich bisher hier nicht so fleissig war, aber war zu viel zu tun oder zu wenig zeit die mir das Internet zu Verfügung stand...

Hab noch gar nicht von meiner letzten und ersten Reise nach Las Sabanas und meine Begegnung mit der Armut erzählt: In Las Sabanas findet das Projekt statt in dem ich mitarbeite. Dort gibt es eine Comunidad – Gemeinschaft von Bauern, die in echt schwierigen Bedingungen leben. In der Projektbeschreibung steht es gebe 37,8% Analphabetismus dort, so viel kam es mir jetzt gar nicht vor, aber wir haben auch schon eher mit den Bauern geredet die aufgeschlossen waren. Um erstmal einzusteigen, wir sind dorthin gefahren mit 12 Studenten und 4Dozenten und ich habe mit 2 Mädels bei einer Familie dort gewohnt. Die Comunidad „El Castellito“ liegt etwa auf 1500ü NN sprich es ist „kalt“ (hier ist 15grad kalt;-). Es gibt kein Strom, deswegen steht man etwa um 5, halb 6 auf wenns hell wird und geht so um 9-10pm ins bett, nachdem man eine weile im kerzenlicht gesessen hat und geredet hat. Also ich muss sagen, ich fand diesen rhytmus prima, es ist irgendwie echt nah dran an dem was die natur vorgibt. Was ich allerdings schwierig fand, man kommt von den Umfragen mit den Bauern „nach Hause“ und kann nur echt schlecht noch was schreiben lesen oder die Zeit „europäisch“ ausnutzen. Man sitzt halt beienander und redet und hört radio. Klingt jetzt voll idyllisch, ist es irgendwie auch und irgendwie auch nicht. Warum nicht? Weis nicht hatte das Gefühl das die Leute garnicht soviel zu reden hatten. Ich mein worüber sollen sie reden wenn sie am Tag säen ernten und pflegen? Vielleicht waren sie aber auch einfach zu schüchtern um in unserer Gegenwart viel zu reden... Aber so eine Hilfsbereitschaft hab ich noch selten erlebt (und dieses Land ist schon ein Wunder der Hilfsbereitschaft im Vergleich zu allem was ich bisher erlebt hab – manchmal wenn ich etwas unsicher am Strassenrand stehe und auf den Bus warte (Haltestellen gibts nicht) werde ich in den nächsten gesteckt und mit meinem „Zielort versehen“ sprich der Busbelgeiter schmeist mich an der richtigen Stelle raus – wie ein kleines Kind fühl ich mich dann, aber geniess es auch irgendwie)
Nun zurück zu dem Dörflein, was mich echt erschüttert hat war eine Familie, die zumindest aus unseren Augen betrachtet echt arm dran war. 11 Kinder, vielleicht 30Cordoba (ca 1,50€) am Tag zur Verfügung und ne echt kleine Parcelle Land (vielleicht ½ Manzana = 350qm) diese schien mir nicht mal gut genutzt. Na aber das alles ok, wenn ich das Gefühl gehabt hätte irgendwie geht es doch allen gut, sie sind zufrieden weil sie Zeit füreinander haben oder viel mit der Natur, ihrer und der sie umgebenden zu tun haben oder weil sie eine wunderbare Familie sind die zusammenhält. Ich konnte das aber eher nicht sehen, ich hab die Krankheiten gesehen, die fehlenden Zähne, den Analphabetismus, und vorallem den fehlenden Willen etwas zu ändern, nicht nur den fehlenden Willen sondern auch das fehlende Bewusstsein der Möglichkeiten die es gäbe. Das ist überhaupt etwas was ich dort gedacht hab, an sich ist es nicht so schlecht dort (nun diese Familie ja hat mich echt erschüttert) aber sie haben halt einfach keine Wahl wie sie leben möchten. Ok uns macht vielleicht gerade die Wahl das Leben schwer, aber sie können halt echt nicht entscheiden. Nicht nur aus wirklich fehlenden Möglichkeiten sondern auch aus fehlendem Wissen heraus.
Hab schon gedacht das wär doch das Paradies, wenn es nicht real wäre.

Andererseits, hab das Wochenende mit einem deutschen Anarchisten dikutiert, er sagte er hätte keine Wahl, er müsste in dem System leben das die meisten gewählt hätten und was sich Demokratie und Nationalstaat nennt. Ist jetzt ein extremes Beispiel, aber gut immer die Wahl haben wir auch nicht. Aber wir haben sie auf einer anderen Ebene.
Na irgendwie hab ich das Gefühl komm ich da nciht weiter, wenn ihr ne Idee habt, Anregungen sagt mir Bescheid!.

Hab auch schon sehr schöne Sachen gesehen: Vulkane, dampfende und blubbernde Quellen, wahnsinnige Landschaften, grandiose Lagunen und einmalige Seen - davon später mehr!!!!!!!!!!!!!!!

Nun gut, das Spanische ärgert mich manchmal, ja hab schon viel gelernt, aber immer wieder denk ich uh jeh ich werd nie ordentlich reden geschweige denn verstehen können... mach immer wieder so blöde Fehler, naja irgendwann..

Las Sabanas: Abendessen im Kerzenlicht


Aurora und Estela cenando: Arroz con frijoles y queso!

Las Sabanas und der Schuhschrank


Einfach so weils mir so gut gefällt und soviel sagt!

Las Sabanas und die Dusche


Und das Wasser ist wirklich kalt...

nun man sieht schon, heute hab ich nicht wirklich was zu tun ausser die Möglischkeiten der Internet mal richitg auszunutzen;-)
warte gerade darauf das Carolina zurückkommt um zu fragen was ich denn morgen wenigstens mal machen kann...